SuperFreakonomics - Nichts ist so wie es scheint: Über Erd-Abkühlung, patriotische Prostituierte und warum Selbstmord-Attentäter eine Lebensversicherung abschließen sollten


 
Überraschende Erkenntnisse - von Straßenprostituierten bis zum Klub der Superschlauen
• • • • •   (bewertet mit 3 von 5 Punkten)

Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: SuperFreakonomics - Nichts ist so wie es scheint: Über Erd-Abkühlung, patriotische Prostituierte und warum Selbstmord-Attentäter eine Lebensversicherung abschließen sollten (Gebundene Ausgabe) Ähnlich wie bei ihrem Vorgänger Freakonomics erzählen die beiden Autoren mit viel Witz und Ironie von merkwürdigen Ereignissen, Milieus, interessanten Personen und unerwarteten Zusammenhängen. In Superfreakonomics wird aber, vor allem in den letzten beiden Kapiteln, noch mehr auf "freakige" Lösungen hingewiesen.

In den ersten Kapiteln werden z.B. die Marktbedingungen von Prostituierten oder mögliche Auswirkungen des Geburtstages untersucht. Wie sich ein typischer Terrorist verhält, wie (wenig) hilfsbereit die Menschen sind und was die Ursachen für den Anstieg der Kriminalität in den 60ern waren.
Das vierte Kapitel liefert eine Reihe von Beispielen für relativ einfache Lösungen großer Probleme, von Semmelweis bis zu den Sicherheitsgurten in Autos, und leitet so über ins letzte Kapitel. Dort werden einige hyperintelligente Mitarbeiter eines Erfinderunternehmens und ihre Lösungsvorschläge gegen die globale Erwärmung vorgestellt.

Ebenso wie in Freakonomics haben die Themen meist wenig mit "richtiger" Ökonomie und Geld, Preisen und Kosten zu tun. In der Einleitung wird auf einen "ökonomischen Ansatz" hingewiesen; wobei es sich anscheinend um Statistik handelt. Und tatsächlich bieten die Kapitel eins bis vier einige Beispiele für die Wichtigkeit von zuverlässigen Daten und welche überraschenden Erkenntnisse man mit einer geschickten Auswertung gewinnen kann. (Keine Angst, die Leser müssen sich nicht selbst mit Formeln und Kalkulationen herumschlagen.) Angesichts der oft überraschenden Ergebnisse ihrer statistischen Auswertungen ist es um so merkwürdiger, daß die Autoren am Ende etwa ein Kapitel lang die Geo-engineering-Ideen eines Unternehmens vorstellen, ohne die Wirksamkeit und Machbarkeit zu hinterfragen.

Superfreakonomics ist witzig und unterhaltsam, fällt aber im Vergleich zum Vorgänger etwas ab, und bietet im Grunde nicht viel mehr als eine Sammlung unnützen Wissens.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 13. Juli 2010
Kundenrezensionen:
3. Schade ... bleibt im Schatten von Freakonomics!
2. Überraschende Erkenntnisse - von Straßenprostituierten bis zum Klub der Superschlauen (die aktuell angezeigte Rezension)
1. Neue Geschichten über das Gesetz der unbeabsichtigten Folgen
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